Zwischen Feuer und Asche – Die Geburt meines Phönix

by KK
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Zwischen Feuer und Asche – Die Geburt meines Phönix

Manchmal entstehen Wesen nicht aus einer Idee, sondern aus einem Gefühl. Sie brennen sich förmlich in den Geist, bis sie den Weg auf das Papier finden. Mein Phönix war genau so eine Erscheinung – ein Geschöpf, das nicht einfach nur fliegt, sondern in jedem Flügelschlag vergeht und wiedergeboren wird. Er sollte nicht nur ein Flammen-Vogel sein, sondern eleganter, realistischer und detaillierter. Erst wenn diese Basis stimmt, sollten sich Flammen, Feuer und Asche mit ihm vereinen. Deshalb begann ich erst mit dem Vogel selbst – ohne ihn gleich als Phönix zu sehen.

Die Herausforderung, Feuer zu zähmen

Als ich die ersten Linien auf das Papier setzte, habe ich nur eine wage Vorstellung davon, wie genau mein Phönix aussehen soll. Ich habe eine grobe Siluette im Kopf, eine Art bewegtes Bild von einem anmutigen grazilen aber mächtigen Vogel. Nicht die klassische Darstellung eines Vogels in Flammen, sondern ein elegantes Wesen, das selbst zum Feuer wird. Ein Körper, der nicht nur existiert, sondern sich in einem ewigen Wandel befindet. Deshalb hab ich erst mit dem Vogel selbst begonnen, also ohne gleich den Phönix zu sehen oder zu wollen.

Wenn ein Charakter entsteht, muss man mit einem Grundkonzept beginnen und dann schauen, ob man die ursprüngliche Richtung final einschlagen kann oder ob etwas ganz anderes entsteht 😅.

Das Feuer war dabei eine der größten Herausforderungen. Ich wollte es nicht einfach nur als Dekoration hinzufügen, nicht in roter Vollfarbe lodern lassen – es soll eher wie ein grafisches Element sein, ein Teil seines Wesens, organisch und glühend unter seinen Federn herauswachsen. Da es erstmal nur eine Skizze ist wollte ich nur mit gezielten Farbakzenten arbeiten und den Hauptteil im Bleistiftstil, den mag ich so und so besonders gern 😁.


Asche als Echo seines Daseins

Ein Phönix ist mehr als ein Vogel aus Flammen – er ist ein Wesen, das vergeht, um neu zu entstehen. Es soll in also nicht nur Feuer, sondern auch Asche umgeben, sie soll quasi aus ihm heraus strömen. Stelle dir vor, wie er sich in Bewegung auflöst, Funken und glühende Partikel hinterlässt, als ob er nie ganz greifbar ist.

Es war ein Balanceakt. Wie viel Asche sollte er verlieren? Sie soll aus seinen Federspitzen ausströmen und wie Rauch in der Luft aufgehen. Doch die Frage bleibt: Ist er schon vollendet? Bin ich noch zu zaghaft, oder ist es stimmig? 🤔 Es ist ja eigentlich ersteinmal nur die erste Skizze die ich zu Papier gebarcht habe von ihm 😅. Von daher ist es nicht ganz so wichtig wie perfekt er ist. Aber ich habe Lust weiter an ihm zu arbeiten, ihn weiter zu erschaffen und vielleicht auch seine Geschichte.

Ein Wesen, das über seinen Körper hinaus existiert

Für mich ist dieser Phönix kein einfaches Geschöpf – er ist ein Symbol für ein Wesen, das mehr ist als sein physischer Körper. Er verbrennt nicht nur, er überschreitet Grenzen. Er ist überall dort, wo sein Feuer aufleuchtet, wo seine Asche verweht. Vielleicht ist er nicht einmal an eine Form gebunden, sondern ein endloser Zyklus aus Werden und Vergehen. Phönix tauchen in vielen Geschichten auf – in Harry Potter zum Beispiel als mächtige Wesen, deren Tränen heilen können. Es heißt, ein Phönix schöpfe aus seinem Seelenfeuer und verbinde sich mit dem Individuum und kann somit heilende Kräfte haben. Ich frage mich, ob mein Phönix eine ähnliche Kraft hat – oder ob seine Magie eine ganz andere sein soll. 🤔🐉

Das fasziniert mich an diesem Motiv: Es gibt mir eine Neugier ihn weiterzuentwickeln. Diese Zeichnung ist also nur ein Anfang – der erste Blick auf ein Wesen, das sich mit jeder weiteren Skizze formen wird.


Und dann?

Wie schon erwähnt, ich bin mir sicher, dass dieser Phönix noch eine Geschichte braucht. Eine, die erzählt, woher er kommt, warum er brennt, was ihn antreibt und wer er eigentlich ist. Ich werde ihn weiterentwickeln, vielleicht in neuen Posen, mit mehr Asche, mit lodernden Flammen oder mit einer noch größeren Fragilität, die ihn fast ins Nichts verschwinden lässt.
Eine Skulptur würde ich auch gern aus ihm bauen, ich habe mir diesen modellier Ton und alles Werkzeug geholt und habe tierisch Bock drauf aus meinen Skizzen und Zeichnungen auch Figuren zu modellieren. ❤️‍🔥

Vielleicht wird er also irgendwann in einer meiner Geschichten auftauchen und meinen Skulpturen, denn er faziniert mich und ich möchte seine Geschichte entdecken. Vielleicht hat er bereits einen Namen 🤔, den ich noch nicht gehört habe. Oder vielleicht spricht er nur durch seine Flammen und lässt alles andere in der Stille seiner Asche zurück?

Was siehst du in ihm? Ist er schon vollendet, oder beginnt seine Geschichte gerade erst? Wie würdest du ihn nennen?

Zwischen Feuer und Asche – Die Geburt meines Phönix
Zwischen Feuer und Asche – Die Geburt meines Phönix

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