Licht und Schatten existieren nicht ohne Grund – Medusa und ihr unausweichliches Schicksal – Ein Blick, der die Welt erstarren lässt – und vielleicht auch dich 🤔 – Medusa ist mehr als nur ein Mythos. Mehr als eine Geschichte von Strafe und Verdammnis. Medusa ist das Echo dessen, was wir fürchten und verdrängen. Ihre Augen verwandeln nicht einfach nur in Stein – sie zwingen jeden, sich selbst zu sehen. Was siehst du, wenn du ihr ins Gesicht blickst? Dich selbst? Deine dunkelsten Gedanken? Oder das, was du niemals sein willst? Oder kannst du tatsächlich sie selbst sehen, sehen wie sie innerlich schreit, spüren was sie fühlt?
Medusa ist im Grunde ein spannender Charakter, zerrissen, bestehend aus zwei Welten: der Schönheit und Unschuld und dem Monster, das ihr Schicksal war. Kannst du beides noch sehen? Kannst du hinter ihrer furchteinflößenden Fassade ihre zarte Schönheit erkennen, ob dieser Teil von ihr noch existiert? Was denkst du?
Von Opfer zur Legende – die zwei Seiten des Schicksals
Sie wurde verflucht, sagt man. Doch war sie nicht schon längst ein Fluch für jene, die nicht ertragen konnten, was sie war? Schönheit, die nicht gebrochen werden konnte. Wut, die sich nicht in Schweigen hüllte. Eine Wahrheit, die nicht verborgen werden konnte.
Aber kann ein Fluch auch eine Erlösung sein? Denn wer unberührt bleibt, wer keine Nähe kennt, kann auch nicht mehr verletzt werden. Verlust und Schutz, Fluch und Segen – ist es nicht immer beides zugleich?
Man machte sie zum Monster, weil es leichter war, als ihre Geschichte zu verstehen. Aber ist nicht jedes Monster nur eine verzerrte Wahrheit – erschaffen von denen, die sich fürchten, sich für andere zu öffnen und selbst in den Spiegel zu blicken?
In meinen Augen ist verkörpert sie so viel mehr. Das Leben wie es ist, die Einsamkeit, den Schmerz, die Wut, die Verzweiflung. Das kennt jeder auf die eine oder andere Art und Weise und mit ihr kann man es bildlich zeigen. Kannst du dich in ihr erkennen? Licht und Schatten existieren nicht ohne Grund; das Leben braucht den Schmerz, um Platz für die Freude zu haben.
Unfertige Skizzen meiner Medusa Charakter-Design in Arbeit



Medusas Geschichte – Vom Opfer zum Schrecken der Welt
Medusa war einst eine sterbliche Frau, von atemberaubender Schönheit. Sie diente als Priesterin in Athenes Tempel, doch ihr Schicksal änderte sich grausam. Einer der mächtigsten Götter, Poseidon, nahm sich, was er wollte – und er tat es im Heiligtum der Göttin. Doch statt den Täter zu bestrafen, war es Medusa, die die göttliche Wut auf sich zog. Athene, in ihrem Stolz verletzt, verwandelte sie – ihre seidigen Haare wurden zu Schlangen, ihr Blick eine Waffe, die Leben in Stein verwandelte. Sie wurde verbannt, ein Wesen, das niemand je wieder ansehen konnte, ohne in ewiger Starre zu enden.
Doch war sie wirklich ein Monster? Oder war sie nur das Produkt einer Welt, die Opfer lieber verstummen lässt, als ihnen Gerechtigkeit zu geben?
Die Schlangen auf ihrem Kopf – Erinnerungen oder Warnung?
Jede ihrer Schlangen lebt. Sie zischen nicht einfach nur – sie flüstern, rufen, erinnern. Sind sie ein Teil von ihr? Oder sind es die Stimmen derer, die ihr Unrecht taten? Ihre Haare sind nicht aus Gold, nicht aus Seide. Sie bestehen aus allem, was sich um sie geschlungen hat – aus Geschichten, aus Angst, aus Wut, aus Macht.
Ich denke, mit der Zeit hat sie gelernt mit ihnen zu leben, sie wurden eins. Die Schlangen waren tatsächlich alles was sie hatte, sonst war alles stumme Einsamkeit. Sie reden zu ihr, beeinflussen ihre Gedanken mit ihrer vielzahl Stimmen in ihrem Kopf, steuern sie fast damit. Sind sie böse oder wollen sie Medusa beschützen, beides vielleicht?
Schlangen häuten sich, sie lassen Vergangenes hinter sich, um weiterzuleben. Doch was, wenn Medusa die Vergangenheit nicht abstreifen kann? Was, wenn sie sie für immer tragen muss?
Eine neue Medusa entsteht – mein Blick auf sie
Ich habe begonnen, sie zu zeichnen. Skizze für Skizze, Linie für Linie. Und mit jeder Bewegung des Stiftes formt sie sich mehr. Sie ist nicht nur eine Figur, sie ist eine Geschichte, die entsteht, während ich zeichne. Sie nimmt Form an, nicht nur auf dem Papier, sondern auch in meiner Fantasie.
Ich habe schon an eine Skulptur von ihr gedacht, daran, dass eine meiner Zeichnungen in Ton erwacht. Vielleicht wird sie ein Schatten in einer neuen Geschichte, ein Wesen mit einer Stimme, die gehört werden will. Mich interessiert, was sie zu erzählen hat – meine Version der Medusa.
Doch bevor sie quasi aus Stein entsteht, bevor sie in Worten ein neues Leben bekommt, muss sie sich noch weiter entfalten. Ich will nicht nur eine Medusa erschaffen – ich will eine eigene Geschichte dazu schreiben. Ich will sie sehen, in all ihrer Schönheit, mit all ihren Gedanken, mit jedem Gefühl, das in ihr lebt.
Skizzen einer verlorenen Seele – Medusas letzte Gedanken
Stell dir vor, du bist allein. Nicht für eine Weile. Nicht für einen Winter. Sondern für immer. Kein Atemzug, kein Blick, kein Wort erreicht dich, ohne dass es erstarrt. Deine Stimme ist nicht mehr wichtig. Deine Berührung eine Waffe. Dein Blick, eine Strafe.
Wie lange dauert es, bis du vergisst, wer du warst? Bis dein eigener Name bedeutungslos wird, weil ihn niemand mehr ausspricht?
Medusa saß in ihrer Verbannung, umgeben von den Statuen jener, die sie zu töten versuchten. Doch wer waren sie gewesen? Unerschrockene Krieger – oder Menschen, die hofften, ihre Angst besiegen zu können, indem sie das zerstörten, was sie nicht verstanden?
Hat sie sich gewehrt? Hat sie gebrüllt, geweint, um Vergebung gefleht? Oder war sie irgendwann nur noch müde?
Vielleicht war ihr größter Fluch nicht ihr tödlicher Blick. Sondern, dass niemand je versuchte, ihr in die Augen zu sehen, ohne Angst davor zu haben, was er dort finden könnte.
Meine Vorstellung von meinem Medusa Charakter-Design
Was ist Medusa für dich? Eine Mahnung? Eine Verdammte? Oder etwas, das du in dir selbst erkennst? Lass mich wissen, was du siehst, wenn du in ihre Augen blickst.